Eine karge Hochebene bildet den Nordosten Thailands. Von der Zentralregierung lange Jahre vernachlässigt exportierte der Isaan über Jahrzehnte vor allem Arbeitskräfte in die Ballungszentren des Landes. Im Sommer trocken und im Winter erstaunlich kalt bieten sich nur eingeschränkte Möglichkeiten des Reisanbaus. Auch Bodenschätze gibt es nur wenige. Inzwischen wird der Isaan allerdings berühmt - für seine Küche und seine Baudenkmäler aus der Zeit der Khmer.
Die Küche des Isaan ist eine Mischung verschiedener Einflüße von Yunnan über Laos bis Kambodscha mit einigen europäischen Einsprengseln. Letztere dürften wohl von den französisch kolonisierten Nachbarländern herrühren. Ansonsten ist der Isaan überwiegend von Laoten und Khmer bewohnt. Die Armut der Region zwang die Menschen zu besonderem Einfallsreichtum bei der Gestaltung ihres Speiseplans. Mehr darüber lesen Sie unter "die Küche des Nordostens".
Der Isaan läßt sich grob in zwei Bereiche, den laotisch geprägten nördlichen Isaan und den kulturell eher nach Kamboscha orientierten südlichen Isaan einteilen wobei die Grenze südlich von Khon Khaen. Darüber hinaus leben in der Region viel Vietnamesen und auch einige Mitglieder der Hmong die während der diversen Kriege des zwanzigsten Jahrhunderts aus ihren Heimatländern jenseits des Mekong flohen. Trifft man die Vietnamesen oft als erfolgreiche Geschäftsleute, so sind Begegnungen mit den Hmong eher selten. Auch heute noch leben sie als ungeliebte Minderheit in Refugee Camps hinter Stacheldraht, stets von Abschiebung bedroht und auf ein Auswandervisum in die Vereinigten Staaten hoffend.